Erkennung und Einordnung

Was macht einen Muskel aus?
Grundsätzlich sind Muskeln Organe, die die Fähigkeit besitzen, sich zusammenzuziehen und zu entspannen. Daher werden sie auch als „kontraktiles Gewebe“ bezeichnet. Es gibt willkürliche Muskeln, die sich von uns steuern lassen, und unwillkürliche Muskulatur wie z. B. unser Herz. Damit ein Muskel weiß, dass er kontrahieren soll, benötigt er einen Nervenimpuls. Ist das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln behindert, kann das zu Bewegungseinschränkungen und körperlichen Beschwerden führen.
Störung bei der Impulsleitung
Ist ein bestimmter Muskel teilweise immobilisiert, so spricht man von einer Muskelschwäche. Die Ursache kann hier beim Muskel selbst liegen oder an der Tatsache, dass Nervenimpulse nicht mehr korrekt übertragen werden können.
Je nach Muskel unterscheiden sich die Symptome. Typisch sind folgende Beschwerden:
- Gangunsicherheit
- Schwierigkeiten beim Greifen
- Schnelle Ermüdbarkeit bei Bewegung
- Unfähigkeit, verschiedene Bewegungen auszuführen
- Ausführbarkeit von Bewegungen nicht mit ganzer Kraft
- Sprech- und Schluckbeschwerden
Ursache
Da es sich bei einer Muskelschwäche um eine abgemilderte Form der Lähmung handelt, gibt es zahlreiche mögliche Ursachen. Wichtig für die Selbsteinschätzung und den Bericht an den Arzt ist die Region und Auftrittsgeschwindigkeit der Lähmungserscheinung auszumachen. So kann eine plötzliche und anhaltende Gesichtslähmung durch einen Schlaganfall ausgelöst werden. Über Tage, Wochen bis hin zu Jahren Anhaltende schwächen der Gliedmaßen sind wiederum unter anderem charakteristisch für eine Polyneuropathie.
Mehr Informationen zu Muskelschwächen in Verbindung mit Polyneuropathie finden sie hier.
Eine genauere Übersicht zu den möglichen Ursachen einer Lähmung und empfohlene Maßnahmen vom Netzwerk deutscher Apotheker finden Sie hier.