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Symptome der Polyneuropathie



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Schilddrüsenunterfunktion - Mögliche Ursache einer Polyneuropathie




Bei Störungen im nervalen Netzwerk des Körpers, wie beispielsweise einer Polyneuropathie, kommt es zu Falschinformationen. Grund sind geschädigte oder zerstörte, periphere Nervenfasern, welche die Signale aus den Extremitäten in das Zentrale Nervensystem transportieren. Das Ergebnis sind Missempfindungen (Parästhesien), wie Kribbeln, Taubheitsgefühle, Schmerzen oder Muskelkrämpfe, vor allem an den Händen, Armen, Beinen und Füßen.
Polyneuropathie hat viele Ursachen
Auch wenn die Erkrankung stark verbreitet ist, so ist unklar, wie viele Menschen an einer Polyneuropathie leiden. Neueste Schätzungen für Deutschland gehen davon aus, dass bis zu zehn Prozent der Deutschen betroffen sind. Damit gehört die Polyneuropathie zu den häufigsten Erkrankungen des peripheren Nervensystems, vor allem in zunehmendem Alter. Insbesondere ab 65 Jahren steigt das Risiko an einer Form von Polyneuropathie zu erkranken. Die entsprechende Ursache entscheidet über den Zeitpunkt des Auftretens und die Ausprägung.
Die Wissenschaft kennt inzwischen rund 300 verschiedene Auslöser für eine Polyneuropathie. Man unterscheidet zwischen angeborenen und erworbenen Polyneuropathien. Bei rund einem Fünftel der Betroffenen bleibt die Ursache unbekannt. Autoimmunerkrankungen und Infektionen führen zu einer entzündlichen Polyneuropathie. Auch Erkrankungen der Blutgefäße sowie Medikamente oder Alkoholmissbrauch können eine Polyneuropathie auslösen. Führend sind Polyneuropathien, die als Folge von Stoffwechselkrankheiten (z. B. Diabetes, Vitaminmangel) oder Störungen des Hormonhaushalts, auftreten.

Hormon-Kraftwerk Schilddrüse

Die Schilddrüse hat als eines der wichtigsten Organe entscheidenden Einfluss auf den Hormonhaushalt des menschlichen Körpers. Arbeitet sie nicht mehr richtig, wirkt sich das auf verschiedene, körpereigene Systeme aus. Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann Ursache einer Polyneuropathie sein.


Neben Kalzitonin und TSH produziert die Schilddrüse vor allem die Hormone T3 und T4. Fällt die Produktion unter das übliche Maß, handelt es sich um eine Schilddrüsenunterfunktion. Diese hat Folgen für den Stoffwechsel: Essentielle Vitamine und Mineralien können nicht mehr in ausreichender Menge aufgenommen werden, es kommt zu vielfältigen Mangelerscheinungen. Für Betroffene sind die Folgen spürbar: Sie klagen über Müdigkeit, Erschöpfung, Gewichtszunahme und frieren leicht. Bleibt die Hypothyreose über eine längere Zeit unerkannt, kann es zu Gedächtnisproblemen, Verstopfung, Haarausfall und Depressionen kommen.

 

Mit Höchstgeschwindigkeit ans Ziel
 
Ein großer Anteil von Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion zeigt die typischen Symptome einer Polyneuropathie. Das belegt unter anderem eine groß angelegte Studie aus dem Jahr 2000*, die von rund 40 Prozent spricht. Grund sind die Auswirkungen eines zu geringen Hormonspiegels von T3 und T4. Dieser wirkt auf den Körper wie ein Ernährungsmangel. Ferner führt die Schilddrüsenunterfunktion zu einer Schädigung der Nervenfasern und ihrer Hüllen. Vor allem Letztere sind für die regelrechte Reizweiterleitung entscheidend.

Ein aufgenommener Reiz muss innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde zur Verarbeitung an Rückenmark und Gehirn weitergeleitet werden. Damit die elektrischen Signale möglichst rasch die Wegstrecke, beispielsweise aus Füßen und Händen, zurücklegen können, “springen” sie entlang der Nervenfasern. Dazu sind die Fasern umhüllt, elektrisch abgeschirmt, und besitzen lediglich einzelne Einschnürungen, die der elektrische Impuls schnell überwinden kann.

Karpaltunnelsyndrom als Folge einer Hypothyreose

Das zeigt: Nicht nur eine geschädigte Nervenfaser selbst, sondern auch eine zerstörte Abschirmung nach außen, ausgelöst durch eine Schilddrüsenunterfunktion, kann zu folgenschweren Störungen im peripheren Nervensystem führen und somit eine Polyneuropathie auslösen. Von außen kommende Signale können nicht mehr an das zentrale Nervensystem weitergeleitet werden. Betroffene leiden anfänglich an Missempfindungen, den klassischen Anzeichen und damit Ursachen einer Polyneuropathie.


Die am weitesten verbreitete, sensomotorische Erkrankung, als Folge einer Hypothyreose, ist das Karpaltunnelsyndrom. Durch die fehlenden Schilddrüsenhormone sammeln sich bestimmte Zuckermoleküle an und sorgen für die bei vielen bekannten Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Handgelenk.

Polyneuropathie: Symptome rechtzeitig deuten

Für Betroffene und Ärzte gleichermaßen wichtig ist, sowohl die Anzeichen einer Polyneuropathie möglichst frühzeitig zu erkennen als auch eine Schilddrüsenunterfunktion als mögliche Ursache abzuklären. Denn ein verlangsamter Stoffwechsel aufgrund einer Hypothyreose führt nicht nur zu belastenden Symptomen im Reizleitungssystem des Körpers. Er hat auch nachhaltig negative Folgen für Herz und Kreislauf.


Aufschluss über eine Schilddrüsenunterfunktion als Auslöser einer Polyneuropathie gibt eine Blutuntersuchung. Dabei wird, neben der Kontrolle der Schilddrüsen-Hormone, auch der Anteil an Vitaminen (speziell B12 und D) sowie Mineralien und Spurenelementen festgestellt. Die Behandlung wird auf die individuellen Ansprüche abgestimmt. Fast immer geht sie einher mit einer Umstellung der Ernährung, einer Bewegungstherapie und unterstützender Hormongabe.


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Störung der Tiefensensibilität – Mögliches Symptom bei Polyneuropathie

Der sechste Sinn: Die Empfindung und Haltung des Gleichgewichts
Für die Polyneuropathie gibt es nicht die eine und alles erklärende Ursache. Auch in der Symptomatik gibt es keine konkreten Ausprägungen, von denen alle Betroffenen gleichermaßen und im identischen Ausmaß berichten. Umso schwieriger ist es, eine Störung der Tiefensensibilität zu erkennen und den Patienten zu behandeln. Schmerzen und Brennen, Kribbeln und das Gefühl die Bodenhaftung zu verlieren sind Symptome, die im Zusammenhang mit der Tiefensensibilitätsstörung häufig genannt werden. Auch die Haltung des Gleichgewichts und die Empfindung eines sicheren Standes auf dem Boden sind bei Betroffenen in Frage gestellt und können mehr oder minder beeinträchtigt sein.
Wenn der sechste Sinn nicht funktioniert, ist die Reizübertragung Ihres Gehirns zu den betroffenen Körperpartien gestört. Denn Ihre Lage im Raum, die Bodenhaftung und die Wahrnehmung generell werden nicht bewusst, sondern unbewusst und kontinuierlich gesteuert. Die Tiefensensibilität ist direkt mit dem Gleichgewichtssinn gekoppelt und stellt einen essenziellen Teil Ihrer Körperwahrnehmung dar.

Wann von einer Störung der Tiefensensibilität die Rede ist

Eine Störung der Tiefensensibilität macht sich auf unterschiedlichen Wegen bemerkbar. Müssen Sie zum Beispiel zu Boden schauen, um das Gefühl der bodenberührenden Füße beim Gehen zu haben, funktioniert die Reizübertragung Ihres Hirns nicht richtig. Auch wenn Sie taumelnd gehen und denken, Sie müssten Ihre Körperhaltung permanent bewusst regulieren, deutet dieses Symptom in den meisten Fällen auf eine Tiefensensibilitätsstörung hin.

Die Sensibilität zur Wahrnehmung Ihres Körpers und seiner Bewegungen ist ein sehr wichtiger Bestandteil Ihrer Lebensqualität. Auch wenn die Funktionen hauptsächlich im Unterbewusstsein ablaufen, darf die Bedeutung der Tiefensensibilität nicht unterschätzt werden. Ein Vergleich zur alkoholbedingten Wahrnehmungsstörung zeigt auf, wie sich Menschen mit einem Problem in der Tiefensensibilität fühlen. Fallen sonst automatisch ablaufende motorische Aufgaben schwer oder sind schlichtweg unmöglich, sind zahlreiche tägliche Dinge und Aufgaben unerwartet schwierig. Wenn dieser Zustand nicht durch Rauschmittel, sondern ohne ersichtlichen Grund eintritt und über einen längeren Zeitraum vorhält, ist von einer Störung der Tiefensensibilität die Rede. Am häufigsten tritt das Symptom bei Polyneuropathie auf, so dass eine diesbezügliche Untersuchung angeraten ist.

Gleichgewichtsprobleme – oftmals ein Symptom für eine Tiefensensibilitätsstörung
 
Sie können das Gleichgewicht nur schwerhalten oder bemerken Schwindel, sobald Sie von einer Erhebung nach unten blicken? Wenn Sie den Abstand zwischen dem Boden und Ihren Füßen prüfen oder Ihre Bewegung im Raum bewusst kontrollieren müssen, schränkt dieser Umstand Ihre Alltagskompetenz und Ihre Sicherheit in der Bewegung ein. Eine starke Ausprägung der Störung liegt vor, wenn Sie bereits im Stehen schwanken und auf ebenem Untergrund kein Gleichgewicht halten können. Die Diagnostik Polyneuropathie ist in diesen Fällen keine Seltenheit. Gestört ist die Übertragung der Signale zwischen Ihrem Hirn und dem Körperteil, das Sie bewusst kontrollieren und dem Sie ohne die gezielte Kontrolle nicht mehr vertrauen. Durch die Verlagerung der Kontrollmechanismen verschlimmern sich die Symptome und Ihre Selbstwahrnehmung ist nur noch unter Aufbringung größter Willenskraft möglich. Auch dauerhafter oder in bestimmten Bewegungen auftretender Schwindel müssen nicht, wie häufig vermutet, vom Gleichgewichtsorgan stammen. Eine unerkannte Tiefensensibilitätsstörung ist, viel häufiger als eine Erkrankung des kleinen Organs im Innenohr, die Ursache für ein minderes bis gar nicht mehr vorhandenes Eigenempfinden im Raum.
Die Behandlung bei Polyneuropathie
Die Polyneuropathie weist viele Ausprägungen auf. Wenn Sie die Störung der Tiefensensibilität als Symptom wahrnehmen und Ihr Körpergefühl verlieren, ist eine medikamentöse Behandlung wenig sinnvoll. Mit gesunder Ernährung und autogenen Trainings zur Schulung Ihrer Selbstwahrnehmung erzielen Sie im Regelfall die besten Erfolge. Auch Yoga und andere Entspannungstechniken helfen dabei, innere Anspannungen zu lösen und Ihre Tiefensensibilität wieder zu erlangen. Die Erkrankung bricht aus, wenn ein kritischer Wert aus der Summe vieler Faktoren erreicht ist. Daher kommt die Tiefensensibilitätsstörung auch oftmals ohne erkennbare “Vorboten”. In der chinesischen Heilkunde geht man davon aus, dass das Zuviel der Konsumgesellschaft ein nicht zu unterschätzender Grund für den Mangel in der Selbstwahrnehmung ist. Mindern Sie die Reizüberflutung in Ihrem Leben. Die Polyneuropathie kann als Begleiterkrankung bei Diabetes mellitus, einer Nervenentzündung und einer Nervendegeneration auftreten. Die Ursachenforschung ist daher vor einer Behandlung wichtig, da eine reine Symptombehandlung das Problem nicht löst. Bildquelle ©Chinnapong - stock.adobe.com
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Polyneuropathie: Kaffee, Alkohol und co. - Was ist erlaubt?

Kaffee und Tee bei Polyneuropathie

Kaffee muntert auf, doch ist seine Wirkung nur von kurzer Dauer. Das vegetative Nervensystem wird durch Kaffee verengt, während sich die Herzfrequenz erhöht. Auch wenn Kaffee die Ausscheidung über den Darm fördert, kann er den Körper nicht entgiften. Die Koordination vegetativer und autonomer Nervenfunktionen kann durch Kaffeegenuss beeinträchtigt werden. Sie müssen bei einer Polyneuropathie nicht vollständig auf Kaffee verzichten. Zu empfehlen ist jedoch ein geringerer Konsum von Kaffee sowie Schwarzen Tee. Besser als Kaffee und Schwarzen Tee ist Kräutertee. Sie können davon so viel trinken, wie Sie mögen.
 
Erlaubt ist auch Grüner Tee. Er ist im Gegensatz zum Schwarzen Tee nicht fermentiert und enthält daher noch biologisch wirksame Substanzen. Die antioxidative Aktivität ist bei Grünem Tee höher als bei fermentiertem Tee. Grüner Tee hat einige positive Auswirkungen auf die Gesundheit, die auch indirekt einer Polyneuropathie vorbeugen oder die Beschwerden einer Polyneuropathie lindern können. Im Tierversuch hat Grüner Tee gezeigt, dass er der Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen wie Herzinfarkt entgegenwirken und damit auch bei einer Polyneuropathie positiv wirken kann. Er kann auch der Entstehung verschiedener Krebsarten entgegenwirken. Ob Grüner Tee auch direkt einer Polyneuropathie entgegenwirken kann, ist noch nicht bewiesen.

Alkohol und Polyneuropathie

Leiden Sie unter einer Polyneuropathie oder möchten Sie einer Polyneuropathie vorbeugen, sollten Sie Alkohol meiden. Alkohol hat ein hohes Schädigungspotential. Auch dann, wenn die Polyneuropathie nicht durch Alkohol verursacht wurde, sollten Sie verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen. Alkohol gehört zu den bekanntesten Ursachen einer Polyneuropathie. Einerseits ist er ein Zellgift, das Nervenschäden hervorrufen kann. Andererseits kommt es bei Alkoholabhängigen häufig zu einer Mangelernährung. Der dadurch bedingte Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen kann eine Polyneuropathie begünstigen oder die Beschwerden verstärken. Die Verstoffwechselung von Vitaminen verschlechtert sich bei erhöhtem Alkoholmissbrauch und bei einer Mangelernährung. Es mangelt vorwiegend an Vitaminen des B-Komplexes, die wichtig für das Nervensystem sind. Schätzungsweise sind in Deutschland

  • 2 Millionen Menschen alkoholabhängig
  • weitere 2 Millionen Menschen mit einem schädlichen Alkoholgebrauch anzutreffen
  • weitere 24 Millionen Menschen durch einen riskanten Alkoholkonsum gekennzeichnet.

Von einem riskanten Alkoholkonsum ist die Rede, wenn der tägliche Tagesverbrauch bei Frauen bei mehr als 20 Gramm Alkohol und bei Männern bei mehr als 30 Gramm Alkohol liegt. Patienten, die zu einer der drei Gruppen gehören und unter einer Polyneuropathie leiden, sollten, auch wenn Alkohol nur eine Nebenursache darstellt, mindestens ein Vierteljahr lang ganz auf Alkohol verzichten. Gehören Sie nicht zu diesen Risikogruppen, sollten Sie so lange auf Alkohol verzichten, bis sich die Beschwerden bessern. Auch dann, wenn sich die Beschwerden wieder gebessert haben, sollten Sie möglichst wenig Alkohol trinken.

Diabetes und Alkohol

Neben einem hohen Alkoholkonsum kann auch Diabetes mellitus vom Typ I und Typ II die Ursache einer Polyneuropathie sein. Um die Beschwerden einer Polyneuropathie zu lindern oder einer Polyneuropathie vorzubeugen, sollten Sie auch bei Diabetes mellitus sparsam mit Alkohol umgehen. Der Blutzuckerspiegel steigt beim Konsum alkoholischer Getränke aufgrund des Kohlenhydratgehalts an. Allerdings kann ein übermäßiger Alkoholkonsum bei Diabetes mellitus auch zu einer Unterzuckerung führen, da die Leber den Alkohol verarbeiten muss und die Abgabe von Zucker aus dem Glukosespeicher in den Blutkreislauf blockiert. Das ist bereits ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,45 Promille möglich. Grundsätzlich sollten bei Diabetes mellitus Frauen daher täglich nicht mehr als 10 Gramm Alkohol und Männer nicht mehr als 20 Gramm Alkohol konsumieren. Eine Halbliterflasche Bier enthält 20 Gramm reinen Alkohol. In einem Viertelliter Wein sind bereits 25 Gramm Alkohol enthalten. Diabetiker sollten niemals eine Mahlzeit durch Alkohol ersetzen. Alkohol sollte zur Vermeidung einer Unterzuckerung in Verbindung mit einer kohlenhydratreichen Mahlzeit eingenommen werden.

Softdrinks und Polyneuropathie

Da Polyneuropathie häufig durch Diabetes mellitus verursacht wird, sollten Sie den Konsum von Softdrinks, wie zuckerhaltigen Limonaden und Cola, einschränken. Alternativen dazu können Mineralwasser mit Zitronensaft oder Fruchtsäfte sein, die Sie mit Wasser verdünnen. Diese Getränke treiben den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe und sind bei einer Polyneuropathie geeignet. Auch auf Süßigkeiten und Fastfood sollten Sie verzichten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie auf Softdrinks und Süßigkeiten vollständig verzichten müssen. Schokolade und andere Süßigkeiten können Sie beispielsweise durch Trockenobst ersetzen. Es ist weniger süß und hat weniger Kalorien. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann den Blutzuckerspiegel senken und eignet sich auch bei Polyneuropathie.
 
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Polyneuropathie im Endstadium - Wissenswertes und Therapieansätze

Die häufigsten Beschwerden bei einer Polyneuropathie

Was oft mit einem Kribbeln in den Beinen beginnt, führt über Taubheitsgefühle bis hin zu Lähmungserscheinungen. Im Endstadium der Polyneuropathie sind Betroffene häufig auf einen Rollator oder gar einen Rollstuhl angewiesen. Die Patienten sind im Alltag stark eingeschränkt, können meist nur noch kurze Wege zurücklegen und verlieren die Fähigkeit den gewohnten Freizeitaktivitäten nachzugehen. Polyneuropathie im Endstadium bedeutet die Einbuße eines Großteils an Lebensqualität.

Der Beginn der Erkrankung äußert sich bei den meisten Menschen mit einem Brennen in den Beinen oder den Füßen. Hinzu kommt ein taubes Gefühl, das sich zum Beispiel auch darin zeigt, dass Berührungen in gewissen Hautregionen nicht mehr wahrgenommen werden können. Durch die Polyneurotherapie haben die Nerven des peripheren Systems Schwierigkeiten, die notwendige Nachrichtenübermittlung zwischen Gehirn und Rückenmark zu gewährleisten. Dies kann bedeuten, dass einzelne Nervenstränge nicht mehr angesprochen und die Muskeln nicht mehr bewegt werden können. Die Folge sind Lähmungen, die sich unter anderem auch in einem schwankenden Gang äußern. Ist auch das vegetative Nervensystem betroffen, können Probleme beim Wasserlassen, Verdauungsprobleme, Impotenz und Herzrhythmusstörungen auftreten.

Ursachen der Polyneuropathie

Mögliche Auslöser gibt es viele. Bei nahezu der Hälfte der Menschen, die unter einer Polyneuropathie leiden, liegt eine Diabeteserkrankung (Diabetes mellitus) oder ein zu hoher regelmäßiger Alkoholkonsum zugrunde. Darüber hinaus kann eine Krebserkrankung mit einer einhergehenden Chemotherapie Auslöser für eine Polyneuropathie sein. Medikamente und andere Substanzen, wie zum Beispiel Schwermetalle oder Gifte gelten ebenfalls als Ursache für eine Erkrankung. In seltenen Fällen treten genetisch bedingte oder entzündliche Formen der Polyneurotherapie auf. Auch eine Autoimmunerkrankung kann eine Erkrankung begünstigen. Richtet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper, ist die Polyneuropathie meist von starken Schmerzen und schweren Lähmungen begleitet.

Therapiechancen bei einer Polyneuropathie im Endstadium

Art und Verlauf der Behandlung sind abhängig von der Ursache der Erkrankung. Geht die Polyneuropathie auf erhöhten Alkoholkonsum zurück, kann z. B. eine langfristige Unterversorgung mit Vitamin B1 vermutet werden. Vitaminreiche Kost, Bewegung, Reinigung von Darm, Leber und Nieren und eine Entgiftung sind gute Therapieansätze. Eine allgemein erfolgversprechende Therapie gibt es allerdings nicht.
 


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Zentrales Nervensystem - Aufbau und Funktionen

Der Aufbau des Gehirns

Vereinfacht dargestellt lässt sich das Gehirn in vier Hauptbereiche aufteilen:
  • Großhirn
  • Zwischenhirn
  • Kleinhirn
  • Hirnstamm

Das Großhirn

Großhirnrinde (Cortex) bildet die “Umhüllung” des Gehirns. Diese Oberflächenschicht ist 1-4 mm dick und stark gefaltet. Würde man diese ausbreiten, würde eine Fläche von annähernd ¼ m² werden. Die Großhirnrinde enthält circa 16 Milliarden Nervenzellen, was einem Fünftel der Gesamtnervenzellen im Gehirn entspricht. Über 90 Prozent des Cortex sind beim Menschen sechsschichtig. Das Großhirn besteht aus zwei Hälften, welche durch einen dicken Nervenstrang (Corpus calosum/Balken) und zahlreiche kleinere Stränge miteinander verbunden sind. Die linke und die rechte Großhirnhälfte sind beim Menschen funktional nicht gleichwertig. Für die meisten Personen gilt, dass die linke Hemisphäre die sprachgebundene und Detailanalysen vornehmende Seite ist. Die rechte Cortexhälfte stellt hingegen den nicht-verbalen, ganzheitlich integrativen Teil dar. Der gesamte Cortex besteht aus mehreren Rindenfeldern:
  • primäre Felder
  • Assoziationsfelder
Primäre Felder, beispielsweise der visuelle Cortex und der auditorische Cortex, verarbeiten bestimme Arten von Informationen zu Wahrnehmungen und einfachen Bewegungen. Im Fall vom visuellen und auditorischen Cortex umfasst dies das Sehen und Hören. Die assoziativen Felder stellen Verknüpfungen her, übernehmen höhere Denkvorgänge und sind für das Gedächtnis zuständig. Im korrekten Zusammenspiel der einzelnen Felder entstehen Funktionen.

Die menschliche Großhirnrinde teilt sich in vier sogenannte “Lappen”:
  • den Stirnlappen (Frontallappen)
  • den Schläfenlappen (Temporallappen)
  • den Scheitellappen (Parietallappen)
  • den Hinterhauptlappen (Okzipitallappen)
Im Frontallappen befinden sich motorische Rindenfelder sowie Bereiche, die mit Initiative, Handlungsplanung und Supervision assoziiert werden. In dem über den Augen und entlang der Hirnmitte befindlichen Anteil (orbifrontaler Anteil) gibt es Areale, welche das Sozialverhalten, die Persönlichkeitsdimensionen sowie motivationale (das Motiv betreffende) und emotionale Dimensionen steuern. Im linken Bereich liegt die sogenannte Brocasche Sprachregion.

An den Stirnlappen schließt sich der Parietallappen an. Die Handlungsbereitschaft wird nicht allein vom Stirnhirn, sondern auch vom Scheitellappen gesteuert. Der Scheitellappen ist für die Wahrnehmung des Körpers zuständig, birgt die Geschmacksregion und Areale für ganzheitliche Verknüpfungen.

Der Schläfenlappen nimmt Aufgaben in den Bereichen Zeit und Gedächtnis, auditive Wahrnehmung, Einspeichern und Abrufen von langfristigen Informationen wahr. Im linken Teil befindet sich die sogenannte Wernickesche Sprachregion.

Der Hinterhauptlappen übernimmt zum größten Teil visuelle Funktionen.

Das Zwischenhirn

Das Zwischenhirn (Diencephalons) besteht aus insgesamt vier Bereichen:
  1. Thalamus (im oberen Zwischenhirn; bestehend aus mehreren Dutzend Einzelkernen unterteilt in sensorische, motorische, assoziative und unspezifische Kerngruppen)
  2. Hypothalamus (verbunden mit der Hirnanhangdrüse; Regelung des motivationalen und emotionalen Verhaltens, der Biorhythmik und des Hormonhaushalts)
  3. Subthalamus (Steuerung der Grobmotorik)
  4. Epithalamus (Verbindet das limbische System mit anderen Gehirnarealen; steuert Melatonin- und Hormonausschüttung; reguliert Gefühle und motorische Signalwege)

Das limbische System setzt sich aus einer speziellen Kombination von Gehirnstrukturen zusammen. Es repräsentiert Gefühle sowie die Motivation betreffende Funktionen und ist zentral an der Übertragung von Informationen aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis beteiligt. In Zusammenhang mit dem limbischen System sind zwei Schaltkreise wichtig. Der erste, der sogenannte Papezsche Schaltkreis, ist für die Informationsübertragung ins Langzeitgedächtnis essenziell. Der zweite Schaltkreis sorgt für die emotionale Bewertung aufgenommener Informationen und entscheidet deren Qualität für die Übertragung ins Langzeitgedächtnis. Als Folge von Schäden am limbischen System treten Gedächtnisstörungen auf.
Das Kleinhirn
Das Kleinhirn stellt auf das Volumen bezogen beim Menschen den zweitgrößten Gehirnbereich dar. Es beherbergt circa 70 Milliarden Nervenzellen. Die Aufgabe des Kleinhirns liegt in erster Linie in der Steuerung der Motorik. Die Koordination, die Feinabstimmung und das Planen beziehungsweise Erlernen von Bewegungsabläufen fällt in den Zuständigkeitsbereich des Kleinhirns. Es beteiligt sich ferner am unbewussten Lernen, dem Spracherwerb und am Entwickeln sozialer Kompetenzen.

Der Hirnstamm

Beim Hirnstamm (nicht zu verwechseln mit dem Begriff Stammhirn) handelt es sich evolutionsgeschichtlich um den ältesten Hirnbereich des Menschen. Er stellt den untersten Gehirnabschnitt dar und setzt sich aus auf- und absteigenden Nervenfasern sowie Neuronenkonzentrationen zusammen. Strukturell besteht der Hirnstamm aus dem Mittelhirn, der Brücke und dem Nachhirn. Das Nachhirn befindet sich zwischen Rückenmark und Brücke. Aus diesem Grund wird es auch als verlängertes Rückenmark bezeichnet. Im Nachhirn überschneiden sich die Nervenleitungen der beiden Körperhälften. Der Hirnstamm konvertiert eingehende Sinneseindrücke und ausgehende motorische Nachrichten. Zu seinem Aufgabenbereich zählt die Steuerung elementarer und reflexartiger Mechanismen. Der Hirnstamm kontrolliert automatische Vorgänge wie beispielsweise den Herzschlag, den Blutdruck, die Atmung und den Stoffwechsel. Außerdem birgt er wichtige Reflexzentren, welche das Schließen der Augenlider, das Schlucken, das Husten und zahlreiche andere Reflexe auslösen.

 

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Volkskrankheit Nervenleiden

Pro Jahr behandeln die Neurologen in den deutschen Krankenhäusern rund eine Million Patienten mit Nervenkrankheiten. Die Betroffenen leiden unter Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose, neurodegenerativen Erkrankungen wie der Parkinson-Krankheit oder klagen über Migräne. Auch neurologische Erkrankungen wie Polyneuropathie und Schlaganfälle sind im Vormarsch und entwickeln sich zu regelrechten Volkskrankheiten. Zu den häufigsten Nervenkrankheiten zählen:

  • Schlaganfälle
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Hirnhautentzündungen
  • Epilepsie
  • Migräne
  • Polyneuropathie

Die häufigsten Nervenkrankheiten im Detail

Schlaganfall

Bei einem Schlaganfall kommt es zu einer spontanen Minderdurchblutung des Gehirns. Auslöser sind durch eine Embolie, Arteriosklerose verstopfte Hirnarterien oder eine Hirnblutung. Durch den Schlaganfall kommt es zu Funktionsstörungen des Gehirns. Zu den häufigsten Symptomen zählen halbseitige Lähmungen, Schwindel, Seh- und Sprachstörungen. Eine verbreitete Ursache für einen Schlaganfall ist ein erhöhter Blutdruck. In Deutschland sterben pro Jahr rund 60 000 Menschen aufgrund eines Schlaganfalls. Weltweit ist diese Nervenkrankheit die Todesursache Nummer zwei.

Morbus Parkinson

Die Parkinson-Krankheit zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen in Deutschland. Pro 1000 Einwohner erkranken 1 bis 2 Personen im Laufe ihres Lebens. Parkinson tritt meistens in fortgeschrittenem Alter auf und zeigt sich am häufigsten zwischen dem 50. und 79. Lebensjahr. Die Krankheit wird durch eine Mangelproduktion des Botenstoffs Dopamin verursacht. Bei den Betroffenen kommt es zu Störungen im Bereich des Bewegungsapparats. Die Symptome sind eine Starre der Muskeln, Bewegungsverarmung und das typische Zittern der Extremitäten. Durch entsprechende Medikamente und Therapien kann der Fortschritt der Krankheit gebremst werden. Eine Heilung ist bislang nicht möglich.

Multiple Sklerose

Bei der Multiplen Sklerose sind Nervenzellen des Rückenmarks und Gehirns von einer Schädigung betroffen. Durch ein fehlerhaftes Agieren des Immunsystems kommt es zu einer Entzündungsreaktion. Davon betroffen sind die Nervenscheiden, welche die Nervenzellen umgeben. Die Schädigungen der betroffenen Gewebe können im gesamten Zentralnervensystem auftreten und führen zu einem individuell unterschiedlichen Krankheitsbild. Die Multiple Sklerose entwickelt sich in Schüben. Die Symptome äußern sich in Form von Sensibilitätsstörungen, Lähmungserscheinungen und Veränderungen der Persönlichkeit. Die Autoimmunerkrankung betrifft 0,1 bis 0,2 % der deutschen Bevölkerung und tritt am häufigsten im Alter zwischen 20 und 40 auf. Multiple Sklerose ist nicht heilbar und die Therapie konzentriert sich auf eine Verminderung der Schubfrequenz.

Hirnhautentzündungen

Die Hirnhautentzündung wird auch als Meningitis bezeichnet. Sie wird durch verschiedene Krankheitserreger wie Bakterien und Viren ausgelöst und kann unbehandelt einen schweren Verlauf nehmen. Bakteriell verursachte Hirnhautentzündungen äußern sich in der Regel schwerwiegender als solche, die durch Viren ausgelöst werden. Zu den typischen Symptomen einer Hirnhautentzündung zählen die Steifigkeit des Nackens, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Bewusstseinsstörungen und Kopfschmerzen. Oft ist eine akute Meningitis auch von Fieber begleitet. Eine rasche Diagnose und Behandlung der Hirnhautentzündung bewahren den Patienten vor neurologischen Folgeschäden.

Epilepsie

Das Risiko an Epilepsie zu erkranken ist vor dem 5. und nach dem 60. Lebensjahr am höchsten. Deutschlandweit befinden sich rund 500 000 Menschen aufgrund dieser Nervenkrankheit in Behandlung. Bei der Epilepsie ist die Leitung der elektrischen Nervenimpulse gestört. Aufgrund dieser krankhaften neuronalen Aktivität des Gehirns erleiden die betroffenen Patienten epileptische Anfälle. Es kommt dabei zu Krämpfen, Zuckungen und dem Verlust des Bewusstseins. Rund fünf Prozent der Bevölkerung erleiden einmal in ihrem Leben einen solchen Anfall. Von einem Epileptiker sprechen Fachleute, wenn ein solcher Anfall wiederholt auftritt. Mit einer entsprechenden Behandlung und Therapie können an Epilepsie Erkrankte zu einem großen Teil anfallsfrei leben.

Migräne

Die Migräne zählt zu den chronischen Kopfschmerzarten. Sie äußert sich häufig anfallsartig. Schwankungen im Hormonhaushalt, Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln und Stress können durch Migräne ausgelöst werden. Fachleute unterscheiden Migräne mit und Migräne ohne Aura. Die Migräneaura ist eine neurologische Störung. Sie dauert in der Regel zwischen 5 und 60 Minuten und geht meist mit Sehbeschwerden einher. Tritt die Migräneaura auf, folgen die pulsierenden und pochenden Kopfschmerzen. Zu den weiteren Symptomen einer Migräne zählen Übelkeit, Appetitlosigkeit, Lähmungen und Sprachstörungen. In Deutschland sind rund 10 bis 12% der Bevölkerung von einem Migräneleiden betroffen.

Polyneuropathie

Bei der Polyneuropathie handelt es sich um einen Sammelbegriff für Erkrankungen des peripheren Nervensystems. Von den Störungen sind die motorischen, sensiblen und autonomen Nerven außerhalb des Gehirns und Rückenmarks betroffen. Polyneuropathien werden häufig durch andere zu Grunde liegende Erkrankungen ausgelöst. Zu den häufigsten zählen der chronische Missbrauch von Alkohol und Diabetes mellitus. Die angeborene Form der Polyneuropathie ist selten und kann durch eine Störung der Nervenleitgeschwindigkeit oder einen Enzymdefekt verursacht sein. Die von einer Polyneuropathie betroffenen Patienten klagen über ein Kribbeln in den Extremitäten, brennende Schmerzen, ein vermindertes Schmerzempfinden, Kraftverlust, Krämpfe und Lähmungserscheinungen. Auch Verdauungsstörungen, Herzrhythmusstörungen und Impotenz zählen zu den Symptomen einer Polyneuropathie. Bei der Therapie werden die zugrunde liegenden Erkrankungen behandelt oder entsprechende Medikamente verabreicht. Leichte Formen der Polyneuropathie sind in der Regel gut therapierbar.

 

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Nierenversagen - Mögliche Ursache einer Polyneuropathie

Kranke Nieren: Taube Hände und Füße?

Der Zusammenhang ist nicht ungewöhnlich. Taube Hände und Füße, ein unangenehmes Kribbeln oder Stechen in den Extremitäten bis hin zur Schwäche können auf ein Problem mit den Nieren hinweisen. Um Ihr Leiden zu lindern, die Schmerzempfindlichkeit oder den Schmerzverlust einzudämmen und das Taubheitsgefühl zu behandeln, führt der Arzt eine umfassende Untersuchung durch. Spätestens im großen Blutbild erschließt sich, ob die Nieren in Ihrem Fall der Grund für die Polyneuropathie sind. Um die Schwere der Störung des Nervensystems zu ermitteln, führt der Arzt eine elektromyographische Messung der Nervenleitfunktion durch. Diese bestätigt nicht nur die Polyneuropathie, sondern gibt Auskunft über die Nervenleitungsgeschwindigkeit. Werden Signale zu langsam, ungleichmäßig oder im Einzelfall gar nicht durch Ihre Nervenbahnen geleitet, liegt die Polyneuropathie in starker Ausprägung vor.
Die Symptome der Polyneuropathie mit zugrundeliegender Niereninsuffizienz
Prinzipiell kann sich die Polyneuropathie auf jede Nervenbahn in Ihrem Körper auswirken. Hier gibt es deutliche Unterschiede, je nachdem ob die Sensorik oder die Motorik betroffen ist. Die Schädigung der Nierenfunktion führt zu einer Schädigung des Stoffwechsels, welche sich wiederum auf die Versorgung Ihres Körpers mit Vitaminen und Mineralstoffen auswirkt. Auch die verminderte Ausscheidung von Giftstoffen wirkt sich auf das Wohlbefinden und wiederum auf Ihren Stoffwechsel aus. Ein Zusammenhang zwischen der Niere und Fehl- oder Dysfunktionen im Nervensystem ist erstellbar und in aufwändigen Tests beweisbar. Eine Untersuchung der Nierenfunktion sollte erfolgen, wenn Sie unter
  • einer Störung der motorischen Nerven mit Folge mangelnder Muskelfunktionskontrolle
  • einer Weiterleitungsstörung sensorischer Informationen
  • einer Beeinträchtigung der Hirn- und Gesichtsnerven
  • oder unter einer Kombination verschiedener Nervenstörungen
leiden. Eine Behandlung des gestörten Nervensystems erzielt langfristig kein Ergebnis. Ist die Niere als Verursacher ermittelt, benötigen Sie eine langfristige bis dauerhafte Medikation gegen die Niereninsuffizienz. In den meisten Fällen lindert die Behandlung der Ursache die Symptomatik, so dass sich die Irritation der Nervenenden mildert und bisher gespürte Schmerzen und Funktionsstörungen geringer werden. Ob eine vollständige Heilung der Polyneuropathie möglich ist, hängt von einer Vielzahl verschiedener Faktoren ab.
Giftstoffe und Zucker-Abbaustoffe im Blut: Ein Grund für Nervensystemstörungen
Um den Zusammenhang zwischen Nierenversagen und der Polyneuropathie zu verstehen, müssen Sie die Funktion und Bedeutung der Nieren im menschlichen Körper kennen. Die Niere ist das Organ, das für die Entgiftung und Ausschwemmung von Giftstoffen sowie Zucker-Abbaustoffen zuständig ist. Nicht nur bei Diabetes, sondern auch bei einer Störung der Nierenfunktion werden die schädlichen Abfallprodukte des Zuckerstoffwechsels in größerer Menge und hoher Konzentration produziert. Nierenversagen kann in diesem Fall neben der Polyneuropathie auch Diabetes auslösen. Der dysfunktionale Stoffwechsel ist ein Risiko für Ihr motorisches und sensorisches Nervensystem. Je nach Schweregrad der Nierenschädigung treten die polyneuropathischen Beschwerden dauerhaft, gelegentlich, vorwiegend nachts oder hauptsächlich bei Temperaturschwankungen auf. In einigen Fällen vermutet der Arzt zuerst eine Diabetes, die sich bei umfassende Diagnostik nicht bestätigen lässt. Die Diagnose einer leichten Nierenfehlfunktion fällt dem gegenüber schwerer. Zwischen dem ersten Arztbesuch und der Diagnose Nierenversagen kann viel wertvolle Zeit verloren gehen.

Polyneuropathie – Eine Folge von Nierenproblemen

Wenn Sie unter einer Polyneuropathie leiden, sprechen Sie Ihren Arzt unbedingt auf einen Check der Nierenfunktion an. Denn eine kranke Niere kann Ihr Nervensystem stark beeinträchtigen und daher eine der vielen Ursachen für Polyneuropathie sein.
 
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Ateminsuffizienz

Symptome und Verlauf einer Ateminsuffizienz

Charakteristisch sind flache, schnelle Atmung und Kurzatmigkeit bei stärkerer Belastung. In frühen Stadien kann der Körper die nachlassende Sauerstoff-Versorgung noch weitgehend kompensieren, indem Atem- und Herzfrequenz (Tachykardie) steigen.
Im weiteren Verlauf gerät ein Betroffener bei Anstrengungen in Luftnot, ein Zustand, der starke Erstickungsängste auslöst. Zur Vermeidung meidet er häufig körperliche Belastungen, bis selbst in Ruhe Sauerstoffmangel eintritt.


Begleitend kommen weitere Folgen der Unterversorgung hinzu: Extremitäten wie Zehen oder Finger, Nase und Ohren sind blau verfärbt. Es entwickeln sich Zyanosen – langfristig dann Verformungen, wie die typischen Trommelschlägelfinger (verdickte Fingerendglieder) und Uhrglasnägel (große gewölbte Fingernägel). Auch das Lungengewebe erfährt bleibende Veränderungen, versteift und verliert an Elastizität.
Der schnellere Herzschlag-Rhythmus wird fühlbar als heftiges Herzpochen (Palpitationen). Eine Häufung von Entzündungen wie Bronchitis und Pneumonie als Folge der Minderbelüftung verschlechtert noch den Allgemeinzustand.
Mit fortschreitender Hypoxie (Sauerstoffmangel) sinken trotz höherer Schlagfrequenz das Herz-Zeit-Volumen (Bradykardie) und der Blutdruck. Schwindel, Müdigkeit und Erschöpfung nehmen zu. Flüssigkeit sammelt sich im Gewebe (Ödeme) und in den Atemwegen. Das Abhusten ist erschwert und der Atem rasselt oder pfeift.


Mangelhafter Gasaustausch bedeutet auch Anreicherung von CO2 im Blut durch reduzierte Abatmung. Kohlendioxid wiederum löst eine CO2-Narkose (Hyperkapnie) mit schlechtem, unruhigem Schlaf, Schwitzen, Flachatmung sowie morgendlichen Kopfschmerzen aus. Begleitet von starker Mattigkeit, reduzierter Konzentrations- und Merkfähigkeit, Verwirrtheitszuständen und Gereiztheit kommt es zu neurologischen Störungen bis hin zu epileptischen Anfällen oder gar Koma. In der Spätphase versagt die Lunge und oder mehrere Organsysteme dann akut.

 

Ursachen für eine respiratorische Insuffizienz

Unterschiedliche Teilprozesse bestimmen, wie effizient die äußere Atmung (= Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe ins bzw. aus dem Blutkreislauf) arbeitet. Störungen in der Belüftung (Ventilation) innerhalb der Atemwege, der Durchblutung von Lungenbläschen (Alveolen), des dortigen Gasaustauschvorgangs (Diffusion) oder Verteilungsstörungen (Distribution) können an einer Atemschwäche beteiligt sein. Doch auch die Steuerung spielt eine zentrale Rolle, denn die Atemmuskulatur ist Stellglied für das Luftvolumen beim Einatmen. Chronische Bronchitis, Mukoviszidose, Lungenentzündungen, Lungentumoren, Lungenfibrosen, COPD oder Lungenemphysem können eine chronische oder akute Ateminsuffizienz auslösen. Einatmen von Fremdkörpern oder Wasser (Ertrinken) und Lungenverletzungen (Pneumothorax) führen zu akutem Atemversagen und damit einem lebensbedrohlichen Notfall.

Ein Lungenödem bei Herzschwäche oder Herzinfarkt und eine Lungenembolie kommen kardial bedingt als Auslöser einer schwachen Atmung infrage. Degenerative Muskel-Erkrankungen verschiedener Formen sind teils ebenfalls mit einer Schwächung der Atempumpe assoziiert. Ateminsuffizienz kann Folge einer zentralnervösen Erkrankung oder Verletzung des Atemzentrums sein: Schädel-Hirn-Trauma, Medikamenten- oder Alkoholvergiftung, Schlaf-Apnoe-Syndrom, Schlaganfall. Schließlich haben auch periphere neuronale Störungen und Polyneuropathien öfter atemdepressive Auswirkungen, so zum Beispiel das Guillain-Barré-Syndrom, chronisch-entzündliche demyelinisierende Polyneuropathie, Myasthenia gravis oder Nervenverletzungen und -traumata.

Diagnose einer Atemschwäche

Zur Feststellung einer Ateminsuffizienz und deren Ursache oder Grunderkrankung erfährt ein Patient umfangreiche Lungenfunktionstests. Hierzu zählt die Spirometrie, bei der unter Anleitung in das Mundstück eines Spirometers ein- und auszuatmen ist – normal und forciert. Die Spirometrie liefert Daten über Lungenvolumina und Atemkapazitäten. Bei der Ganzkörperplethysmografie erfolgen ähnliche Messungen innerhalb einer geschlossenen Kammer. Daraus gewinnt der Pneumologe Angaben über Gasvolumen und die totale Lungenkapazität.

Ergänzt werden die Untersuchungen durch bildgebende Verfahren zur Darstellung des Brustkorbs: Röntgen-Thorax, Computertomografie, MRT oder Lungenszintigrafie. Auch eine mögliche Endoskopie der Bronchien gehört dazu. Sie geben Aufschluss über morphologische Gegebenheiten und Veränderungen. Zusätzlich erfolgt eine arterielle Blutgasanalyse zur Bestimmung der Gasverteilung von Sauerstoff und Kohlendioxid inklusive pH-Wert.

Ateminsuffizienz-Therapie

Nach den Ergebnissen der Diagnostik richtet sich die gesamte Therapie aus. Je nach zugrundeliegendem Auslöser und Schwere der Ateminsuffizienz ist nur mit einer ursächlichen Behandlung eine Besserung der Lungenfunktion zu erreichen. Dies kann chirurgische Eingriffe bedeuten, medikamentöse Behandlung, physikalische Therapien oder auch Lungentraining. So kommen beispielsweise Antibiotika in Betracht – Sprays zur Erweiterung der Bronchien bei einer bakteriell bedingten Lungenentzündung. Sauerstoffgabe gehört mit zu den Sofortmaßnahmen und begleitet viele Betroffene weiterhin. Andere Patienten, insbesondere mit chronischer Atemschwäche leben fortan mit einem Beatmungsgerät (z. B. BIPAP), welches sie bei der Spontanatmung unterstützt und zusätzlichen Sauerstoff zuführen kann.

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Der Aufbau des menschlichen Nervensystems

Das Nervensystem ist die Schaltzentrale für sämtliche Funktionen Ihres Lebens. Das gilt für die kognitiven Leistungen Ihres Gehirns, aber auch für Prozesse, die im Hintergrund ablaufen, zu denen beispielsweise die Steuerung der Herz- und Atemfrequenz gehört. Es ist unglaublich komplex und setzt sich im Kern aus vielen Nervenzellen zusammen. Die einzelnen Nervenzellen arbeiten im periphere Nervensystem möglichst reibungslos miteinander.
Das periphere Nervensystem des Menschen

Das zentrale Nervensystem (ZNS)

Das Rückenmark bildet zusammen mit dem Gehirn Ihr zentrales Nervensystem, das ZNS. Die Schaltzentrale für die Vorgänge im ZNS ist Ihr Gehirn, in das die Informationen einlaufen und verarbeitet werden. Von dort aus werden unterschiedliche Funktionen des Körpers gesteuert.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen die vielen verschiedenen Funktionen des Gehirns vor:

Das Großhirn

Direkt unter Ihren Schädelknochen ist das Großhirn mit seinen zwei Hirnhälften situiert. Jede Hirnhälfte wird in vier Hirnlappen unterteilt, die alle für einen jeweils anderen Bereich zuständig sind. Die Frontal- oder Stirnlappen steuern Ihre Bewegungen und Ihr Verhalten, die Temporal- oder Schläfenlappen sorgen dafür, dass Sie Gegenstände oder Personen erkennen können. An dieser Stelle werden Ihre Erinnerungen gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen. Im Scheitellappen befinden sich die wichtigen Bereiche, dank derer wir lesen und rechnen können. Für die visuellen Eindrücke der Augen und die Augen-Hand-Koordination ist der Hinterhauptslappen zuständig.

Das Zwischenhirn

Unter dem Großhirn befindet sich das Zwischenhirn, das unter anderem für die Gefühle und den Biorhythmus zuständig ist.

Das Kleinhirn

Das Kleinhirn befindet sich ebenfalls unter dem Großhirn. Hier werden sämtliche Bewegungen geplant, aufeinander abgestimmt und koordiniert. Auch automatisierte Bewegungen wie beispielsweise das Radfahren werden hier gespeichert und können von dort aus abgerufen werden.

Das Stammhirn

Sitzt unter dem Zwischen- und Kleinhirn. Es besteht aus dem für die Reflexe zuständigen Mittelhirn, dem für Blutkreislauf und Atmung zuständigen Rückenstamm und einer Brücke, die das Gehirn mit dem Rückenmark verbindet.

Im Wirbelkanal der Wirbelsäule befindet sich schließlich das Rückenmark. Viele kleine Nerven verbinden die einzelnen Bereiche Ihres Körpers mit dem Rückenmark und damit auch mit Ihrem Gehirn.

Das periphere Nervensystem

Während Gehirn und Rückenmark das Zentralnervensystem bilden, werden sämtliche Nerven außerhalb davon als peripheres Nervensystem bezeichnet. Diese setzt sich aus 31 aus dem Rückenmark austretende Spinalnerven und 12 Hirnnerven zusammen. Wie Kabel, die sich immer weiter verzweigen, reichen die Nerven bis in die kleinsten Zellen hinein. Das periphere Nervensystem wird in das vegetative Nervensystem (auch autonomes Nervensystem genannt) und das somatische Nervensystem unterteilt. Mit Hilfe des somatischen Nervensystems spüren Sie Ihren Herzschlag und viele andere Reize aus Ihrem Körper.

Gleichzeitig nehmen Sie mit dessen Hilfe die Reize aus Ihrer Umwelt wahr und nehmen bewusst Einfluss auf Ihre Bewegungen. Das vegetative Nervensystem wird auch als autonomes Nervensystem bezeichnet, weil es im Körper all das steuert, worum Sie sich selbst nicht kümmern brauchen: Herzschlag, Verdauung und viele andere Vorgänge.

Der Aufbau der Nervenzellen

Jede Nervenzelle besteht aus einem Zellkörper, der sich aus einer Zelle mit Zellkern zusammensetzt. Aus den Membranen der Nervenzellen ragen die Dendriten wie filigrane Äste heraus und sorgen dafür, dass sich die Nervenzellen miteinander vernetzen können. Weiterhin verfügt jede Ihrer Nervenzellen über ein Axon, einen Fortsatz, der zum Transport der Signale dient. Das Axon selbst ist von einer Isolierschicht umgeben, die für eine schnelle Signalübermittlung sorgt. Das Axon mit Isolierschicht wird als Nervenfaser bezeichnet, mehrere von ihnen mit den dazu gehörigen Blutgefäßen bilden schließlich den gesamten Nerv. Diesen Aufbau finden Sie in allen Nervenzellen, sowohl im Rückenmark oder dem Gehirn als auch den Augen.

Reflexe sorgen für schnelle Bewegungen

Während Sie viele Bewegungen mit Ihrem bewussten Willen steuern können, gilt das für andere nicht. Ist eine vom Willen gesteuerte Bewegung zu langsam, setzen die Reflexe ein. Für die monosynaptischen Reflexe, zu denen der Achillessehnen- und der Patellasehnenreflex gehören, braucht Ihr Körper beispielsweise nur eine einzige Synapse, die Sie nicht kontrollieren können. Andere Reflexe dagegen benötigen mehrere Synapsen und werden dementsprechend polysynaptische Reflexe genannt. Zu diesen gehört beispielsweise der Hustenreflex, aber auch Schmerzreaktionen, wenn Sie beispielsweise mit der Hand eine heiße Herdplatte berühren und diese sofort reflexartig zurückziehen.

Das vegetative Nervensystem

Das vegetative Nervensystem regelt all Ihre Vitalfunktionen, zu denen beispielsweise die Verdauung, Atmung, aber auch der Schlaf gehören. Selbst unter einer Narkose bleiben daher in der Regel Ihre Atmung und sämtliche anderen Funktionen erhalten. Es wird in drei unterschiedliche Systeme aufgeteilt: Das enterische, sympathische und parasympathische Nervensystem.

Während sich das enterische Nervensystem in den Wänden Ihrer Hohlorgane wie Blase, Darm, Magen und Herz befindet und dortige Zustände meldet, sind sympathisches und parasympathisches Nervensystem zwei Gegenspieler, die auch Antagonisten genannt werden. Je nachdem, welches Nervensystem angesprochen wird, reagiert Ihr Körper. Während das sympathische Nervensystem für Aufmerksamkeit, Flucht oder Kampf zuständig ist, kümmert sich das parasympathische Nervensystem um die Ruhe und drosselt daher die Aufregung. Wie die beiden Antagonisten miteinander funktionieren, lässt sich ganz einfach darstellen: Sieht sich Ihr Körper einer Gefahr gegenüber, muss er sich entweder für Flucht oder Kampf entscheiden. Der Sympathikus pumpt Blut in die Muskeln, sorgt für einen schnellen Herzschlag und sagt der Lunge, sie soll für mehr Sauerstoff im Blut sorgen. Diese Abläufe werden sowohl für eine schnelle Flucht als auch für einen aussichtsreichen Kampf benötigt. Ist die Gefahr vorüber, bekommt der Parasympathikus die Oberhand. Der Herzschlag normalisiert sich wieder, die Schweißdrüsen stellen ihre vermehrte Schweißproduktion wieder ein und die Atemfrequenz geht ebenfalls auf das Normalmaß zurück. Hat Ihr Körper wegen der Gefahr die Verdauung heruntergefahren, normalisiert sich diese jetzt ebenso wieder.
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